Alter Planet Erde – Wohin?

Die Zeit nach Corona bleibt spannend. Denn eines ist klar geworden: Die Coronakrise hat diese Welt nachhaltig verändert. Die „alte“ Normalität wird es nicht mehr geben, höchstens eine „neue“ Normalität. Manche Fachleute sind der Meinung, Covid19 sei nicht schlimmer gewesen als eine Grippewelle. Andere haben Menschen erlebt, die gefährlich erkrankt sind. Der Verdacht wurde geäußert, man hätte die Coronawelle als Probelauf dafür verwendet, wie rasch manche Veränderungen und Einschränkungen durchgesetzt werden können, als gesellschaftliches Experiment sozusagen. Corona ist zwar im Abklingen, aber noch nicht ganz vorbei. Da und dort flackert es noch auf, aber die große Angst vor der Krankheit schwindet. In manchen Ländern wütet Corona allerdings immer noch.

 

Doch jetzt kommen die schlimmen Folgen des Lockdowns auf uns zu. Das Land wurde in eine Wirtschafts- und Schuldenkrise manövriert und 1,8 Millionen Österreicher in prekäre Lebensverhältnisse gebracht. Die arbeitende Bevölkerung und Kleinunternehmer sind finanziell ausgeblutet und werden immer noch mit geschäftsstörenden Vorschriften geplagt. Viele Unternehmer entlassen im Herbst Angestellte. Eine Welle an Insolvenzen von Restaurants, Hotels, Fluglinien und Kinos rollt auf uns zu. Der Finanzprofi Marc Friederich, einer von vielen, prognostiziert: „Die Corona-Krise“ war nur das Vorgeplänkel für den großen Crash, bei dem sogar Währungen zusammenbrechen können.“ Die größte weltweite Wirtschaftskrise seit hundert Jahren steht ins Haus.

 

Was tun? Für einige Bereiche des Lebens kann man gut vorsorgen, aber nicht für alles. Unsere „heile Welt“ wird zunehmend unsicherer. Was kommt als nächstes?

 

Doch tatsächlich gibt es ein viel größeres Problem als die Corona-Seuche. Seit Adam und Eva hat ein tödlicher Virus diesen Planeten erfasst und alle Menschen zu allen Zeiten mit der Sünde infiziert. „Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten“ (Röm. 3,23) Allerdings hat trotz dieser Durchseuchung niemand eigene Abwehrkräfte entwickelt. Kein Mensch ist von sich aus im Stande, einen Immunstoff gegen das Böse zu bilden.

 

Während die Welt sehnsüchtig nach Corona-Gegenmitteln Ausschau hält, hat Gott sich längst unseres größten Problems angenommen. ER hat uns das einzig wirksame Heilmittel gegen die Pandemie des Bösen geschenkt. Er sandte seinen Sohn, der am Kreuz von Golgatha Sünde und Tod besiegte: Die Strafe liegt auf ihm, damit wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jes. 53,5) Als Kinder Gottes haben wir trotz der Corona-Krise einen hoffnungsvollen Ausblick. Denn durch den Tod und die Auferstehung Jesu ist dem Sünder, der umkehrt Versöhnung und Frieden mit Gott geschenkt. So können wir unseren Blick aufwärts richten weg von den Sorgen des Alltags, zu einem Herrn der alles unter Kontrolle hat.

Alter Planet Erde  –  wohin?

 

Langsam lösen wir uns aus der Schockstarre der Coronaepidemie. Natürlich gibt es da und dort noch Streunester, weil die Vorsicht nachlässt und wir hoffen, dass es im Herbst keine Wiederholung gibt! Man versucht überall zur „Normalität“ zurückzukehren.

 

Doch diese Krise hat uns einen nie gekannten Lockdown beschert, ein großer Teil der produktiven Wirtschaftstätigkeit war plötzlich ausgesetzt. Die Folgen dieses wirtschaftlichen Stillstandes sind noch längst nicht ausgestanden und sie werden in Summe noch schlimmer sein als die Krankheit selbst. Redakteure und Kommentatoren lassen uns bereits wissen, es wird keine Normalität mehr geben wie vorher! Auch Politiker sprechen bereits von einer „neuen“ Normalität. Was meinen sie?

 

Zukunftsforscher sind gefragt: Wie wird das Zeitalter nach Corona aussehen? Da werfen sie erst mal einen Blick in die Vergangenheit. Hat es da bereits Ereignisse gegeben, die die Welt veränderten und danach war vieles anders? Ja, dafür gibt es mehrere Beispiele: die beiden Weltkriege, der Fall der Berliner Mauer in den 1980ern, die Atomunfälle in Tschernobyl und Fukushima, 2001 der Einsturz der Twin-Towers in New-York durch einen Terrorakt. Alle diese Ereignisse haben nachhaltig die Welt verändert.

Und so haben Zukunftsforscher Trends  in der Arbeitswelt und Gesellschaft ausgemacht, die die unmittelbare Zeit nach Corona prägen werden und wie unsere Zukunft kurzfristig aussehen könnte:

 

Mehr Home-Office und Digitalisierung als fester Bestandteil der Arbeitskultur.

Die Coronapandemie zwang viele Unternehmen zu einem Sprung ins kalte Wasser. Das Modell Home Office zwei– oder mehrmals pro Woche könnte zur dauerhaften Einrichtung werden. Jedenfalls sorgt es für mehr Freiheit und Flexibilität für Arbeitnehmer. Auch das Home-Schooling wird sicher da und dort weiter ausgebaut und zu einer ständigen Bildungseinrichtung werden. Die Vorlesung statt in der Uni vor dem Livestream zu Hause? In Zukunft keine Unmöglichkeit mehr. Die Digitalisierungstechnik wird mit Sicherheit nachgerüstet.

 

Viele Fortbildungen, Konferenzen, Arbeitssitzungen fanden per Video-Konferenz über den Bildschirm zu Hause statt und ersparte den Teilnehmern lange Anfahrtswege. Diesem Vorteil wird man auch in Zukunft nicht vermissen wollen.

 

Bargeld verliert weiter an Bedeutung.

An allen Supermarktkassen fand man die Hinweistafel, dass man wegen der Corona-Ansteckungsgefahr Kartenzahlung bevorzugen würde. Doch viele ältere Leute möchten oder können das nicht. Das gute alte Börsel hat noch lange nicht ausgedient, ermöglicht es uns doch eine bessere Kontrolle über unser Barvermögen. Außerdem: Bargeld bedeutet Freiheit! Hier kann man nicht nachverfolgen, wofür es ausgegeben wurde.  Der digitale Euro wird jedenfalls forciert als innovative Lösung gegen Ansteckungsgefahr.

 

Der massive Verlust von Arbeitsplätzen.

Die kleinen und mittleren Unternehmen spüren empfindlich die schlimmen Folgen des Lockdown. Viele Menschen sind schon oder werden bald arbeitslos. Sie können dann ihre Schulden, Raten ect. nicht mehr bedienen. Für Mindestverdiener reicht es vielleicht nicht einmal mehr zum Leben. Zahlreiche kleine Restaurants, Betriebe, Geschäfte werden schließen müssen. Die Armutsgefährdung wird anwachsen, hoffentlich auch der mitmenschliche Zusammenhalt.

 

Die schleichende Einschränkung der Freiheit

Die von der Verfassung verbürgten Grundrechte persönlicher Freiheit waren für kurze Zeit in der Corona-Krise außer Kraft gesetzt. Die Bürger blieben daheim und hielten Abstand. Großeltern wurden nicht besucht. Sport, Kultur und die Kirchen stellten ihre Praxis ein. Das könnte für die Regierenden eine Versuchung sein, im Namen von Klima-, Seuchen- oder anderen Krisen Freiheiten wie Fortbewegung und Versammlung unnötig einzuschränken. Ein Beispiel dafür ist die vielpropagierte aber zum Glück gescheiterte Corona-App auf dem Handy, wo alle Kontakte nachverfolgt werden. Wer das freiwillig möchte, ja, aber nicht als Zwangsmaßnahme für alle. Aber auch das sog. „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“, hinter dem sich eine Zensur des Internets verbirgt, geht in diese Richtung. Die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit, die Versammlungsfreiheit und vor allem die Religionsfreiheit müssen unbedingt erhalten bleiben,  damit ein Rechtsstaat nicht in eine Diktatur abgleitet.

 

Die Veränderung der Gesellschaft

Der Mittelstand wird ärmer werden, die Superreichen werden noch reicher. Während der Krise  gab es auch plötzlich wieder Denunziantentum da und dort. Das sind die unguten Seiten einer Krise.  Aber die meisten zeigten ein hohes Verantwortungsbewusstsein und hielten sich an die Vorschriften. Sicher trug die Angst und Unsicherheit vor der Ansteckung mit dazu bei. Langsam aber werden die Leute der Vorschriften müde, manche sorglos, und so kann es da und dort wieder zu einem Anstieg der Infektionen kommen.

 

Aber auch der Zusammenhalt untereinander ist wieder stärker geworden. Viele traten den Rückzug auf Heim und Familie an. Nachbarn gingen für ältere Mitbürger einkaufen. Privatleute nähten Masken und gaben sie kostenlos weiter. Man bemühte sich, gefährdete Personengruppen zu schützen. Es wäre wünschenswert, dass dieses Gemeinschaftsgefühl weiter anhält. Von allen Trends ist dieser der  positivste.

 

Diese Coronakrise hat uns mehrere Denkanstöße gegeben und es wäre in mancher Hinsicht erfreulich, wenn wir nicht einfach zur „alten Normalität“ zurückkehrten, sondern einige davon in Taten umsetzten. So gesehen bewirkt eine Krise nicht nur Angst und Unsicherheit sondern sie ist auch ein Lerngeschenk mit Zukunftschancen. Wir werden uns künftig besser den Gegebenheiten anpassen können und flexibler im Umgang mit Veränderung sein.

Nahe und ferne Zukunft

Zukunftsforscher können Trends für die nahe Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit voraussagen. Was sie nicht können, ist Katastrophen und unvorhergesehene Ereignisse der Zukunft voraussehen. Ihre Prognosen reichen über wenige Jahre nicht hinaus.

 

Immer wenn in der Welt besondere Ereignisse die Aufmerksamkeit der Menschen fesseln, haben Verschwörungstheorien und „Fake News“ Hochkonjunktur und schüren die Ängste der Menschen mit ihren Spekulationen. Aber viele Menschen suchen ja Antworten auf das Geschehen, das sie beunruhigt: Wie wird es weiter gehen? Worauf muss ich mich einstellen? In welcher Zeit leben wir gerade? Wo gibt es hier zuverlässige Antworten, auch für die fernere Zukunft?

 

Werfen wir einen Blick zurück in die Vergangenheit. Auch da suchten Menschen nach Antworten für die Zukunft. Ein babylonischer König, Nebukadnezar, ca. 600 v. Chr. machte sich Sorgen um die Zukunft seines riesigen Reiches. Da gab ihm Gott einen gewaltigen Traum: Eine riesige Statue erschien, die den Ablauf der Weltgeschichte darstellte. Der Kopf war aus Gold, die Brust aus Silber, die Hüften aus Bronze, die Beine aus Eisen und die Zehen aus Ton und Eisen gemischt. Zuletzt kam ein großer Felsen vom Himmel und zerschlug die Statue. Der König erschrak, noch dazu wo ihm niemand von seinen Astrologen und  Weisen den Traum deuten konnte. Zuletzt kam vor ihn ein gewisser Daniel, ein Mann Gottes und der konnte durch göttliches Eingreifen den Traum deuten. Er erklärte dem König:

Das Geheimnis, nach dem der König fragt, können Weise, Wahrsager und Zeichendeuter  dem König nicht verkündigen; aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart. Er hat den König wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen wird.“  (Dan. 2, 27. 28.)

 

Hier wird klar, dass Zukunft ein göttliches Geheimnis ist, das Menschen nicht zu ergründen vermögen. Wir können alle nicht über unseren „Tellerrand“ weniger Jahre sehen, und oft nicht einmal das. Aber es gibt einen Gott im Himmel, er kennt den Anfang dieser Welt und auch ihr Ende. Und  das Wesentliche  hat er uns durch sein prophetisches Wort in der Heiligen Schrift wissen lassen.

 

Kennt die Prophetie auch Corona ?

 

Wo und in welchem Zusammenhang kommt Corona in der Bibel vor? Als Jesus mit seinen Jüngern auf dem Ölberg bei Jerusalem stand, beantwortete er ihre Frage nach dem Ende der Zeit so:

Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Unruhen, so entsetzt euch nicht. Denn das muss zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht so bald da.

Dann sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben gegen das andere und ein Reich gegen das andere, und es werden geschehen große Erdbeben und hier und dort, Hungersnöte und Seuchen; auch werden Schrecknisse und vom Himmel her große Zeichen geschehen.“ (Luk. 21,9-11)

 

Manche Kreise vermuten in der Corona-Pandemie eine „Strafe Gottes“. Doch Jesu Vorhersage bezeichnet es nicht als Strafe, sondern einfach als Vorzeichen seiner Wiederkunft. Viele Ereignisse werden in dieser „Zeit des Endes“ geschehen. Die „Eine-Welt-Ideologie“ wird mit und nach Corona weiter an Fahrt gewinnen. Welt-Gesundheitsorganisation, Welt-Regierung, Welt-Religion und womöglich eine Welt-Währung, sie werden schon bald zur „neuen Normalität“. Werden wir in fünf Jahren noch Bargeld haben?

Wird es zur Rettung des Klimas bald ähnliche Einschränkungen geben wie bei Corona?

 

Die biblische Heilsgeschichte kündigt eine Endzeit mit der Herrschaft des Anti-Christen an und zwar anti– im Sinne von anstelle von. Da ist von einer großen Verderbnis in der Menschheit die Rede, von der Behauptung, die Gebote Gottes seien für die Menschheit von heute nicht mehr verbindlich, von Ungerechtigkeit, Verschwendung, allen möglichen Lastern, Mord, Unmäßigkeit, Betrug, Bosheit und Gottlosigkeit. Und wenn wir ehrlich sind, so sehen wir das alles heute schon und es steigert sich täglich noch weiter.

 

Aber der entscheidende Punkt ist die Verbindung aller Missstände mit der „Entheiligung des Sonntags.“ Das wird dieser antichristliche Weltherrscher zu seinem Thema machen. Und die meisten Menschen werden ihm folgen aus Angst, denn die Naturkatastrophen steigern sich noch:und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen.“  (Luk.21,26) 

 In diesem Klima der Angst werden auch irrationale Entscheidungen möglich sein, die heute undenkbar erscheinen. Im Mittelalter machte man für die Katastrophe der Pestepidemien die Juden und die Hexen verantwortlich. So wird es dann zur Verfolgung bibelgläubiger Christen kommen, die den biblischen Sabbat als Ruhetag heilig halten.

 

Fest steht: Das Ende dieser alten Welt kommt nicht durch Seuchen, auch nicht durch den Klimawandel oder durch einen Atomkrieg. Gott selbst sagt in seinem Wort, dass es am Ende zu einer religiöse Krise kommen wird, wenn die Mächtigen dieser Welt die Gebote Gottes abschaffen und die Menschheit außer Rand und Band gerät. Doch am Ende kommt das größte Ereignis aller Zeiten: Jesus Christus  wird wiederkommen, als machtvoller König vom Himmel her, und er wird diesem Chaos auf Erden ein Ende bereiten.

 

Wir haben uns lange gefragt: Wie können die in der Bibel vorhergesagten Endzeitereignisse in einer demokratischen Welt mit Menschenrechten, einer unabhängigen Justiz, freien Medien und mündigen Bürgern überhaupt Realität werden? So eine Frage stellt man sich nur in der westlichen Welt, denn in anderen Teilen der Welt sehen wir längst totalitäre Systeme, gleichgeschaltete Justiz und Medien, unterdrückte Bürger, die in Angst und Schrecken leben und der vorgegebenen Staatsreligion angehören müssen.

Wohlstand und Frieden sind in anderen Teilen der Welt nur eine Wunschvorstellung.

 

Doch Corona hat uns gelehrt: Die Gesetzeslage und die allgemeine Stimmung kann sehr schnell kippen, der Gottesdienst rasch verboten werden. Somit betrachten wir Corona als Probelauf für künftige Zeiten. Alles wird möglich sein.

 

„Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt!“     2. Petr. 3,13